Headphone Amp „DIY Tuning“ – Teil 1

Liebe HiFi Bastler,

vor ca. einem halben Jahr, habe ich mir ein wunderbares „Goldstück“ gegönnt – einen portablen Kopfhörerverstärker der Firma Cayin. Es handelt sich dabei um das Modell C5. ( http://en.cayin.cn/product_view.asp?id=792 ).

cayin_c5

Ich habe das Gerät bei Amazon gekauft – scheinbar war das damals eine Aktion, denn ich habe gerade einmal 99€ dafür bezahlt. (Mir war klar, dass das ein Schnäppchen war – selbst wenn das Gerät aus Chinesischer Fertigung stammt).
Derzeit wird dieser Verstärker bei Amazon für 437,68€ gehandelt ( => die spinnen die Römer! 😉 So viel ist er nicht wert – auch wenn das Gerät wirklich gut ist! )
Im Shop von Shenzenaudio bekommt man ihn derzeit übrigens für 168$ (http://de.shenzhenaudio.com/cayin-spark-c5-stylish-portable-hifi-audio-headphone-amplifier.html)

Cayin ist in Deutschland hauptsächlich bekannt durch seine guten aber preiswerten Röhrenverstärker und die Qualität der Produkte ist durchweg auf hohem bis sehr hohem Niveau !

Über die klanglichen meriten dieses portablen Kopfhörerverstärkers möchte ich gar nicht zu viele Worte verlieren – dazu gibt es ausreichend viele Foren in denen sich unterschiedlichste Kommentare finden lassen – in Summe wird immer die enorme Räumlichkeit und die enormen Leitungsreserven auch bei hochohmigen Kopfhörern positiv hervorgehoben.

  • Technik

    was befindet sich denn nun in diesem Gerät:

Blockschaltbild
Blockschaltbild

 

Spannungsaufbereitung / Stromversorgung
Spannungsaufbereitung / Stromversorgung

 

Gesamte "Innereien"
Gesamte „Innereien“
  • Klangbestimmende Bauteile

Die verstärkungsrelevanten, aktiven Bauteile sind also der OPA134 als Spannungsverstärkende Stufe und der LME49600 als Leistungsverstärker (Buffer mit Verstärkung=1)

Lange Rede – kurzer Sinn: beide Operationsverstärker sind eigentlich tadellos und sollten von ihren Parametern für den Audioeinsatz mehr als ausreichend sein. Klanglich fand ich den Cayin C5 auch ansprechend – mir persönlich fehlte jedoch der letzte „Tick“ and Glanz in den Höhen. Ich hatte den Eindruck, dass ein leichter Schleier über den höchsten Tönen lag – es klang mir einfach zu „rund“.
(Meine Theorien darüber, warum Operationsverstärker im Audioeinsatz unterschiedlich klingen können werde ich bei Gelegenheit in der „Erklärbär“ Sektion veröffentlichen.)
Da ich den LME49600 bereits aus einem anderen Selbstbauprojekt kannte (ein stationärer KH Verstärker) und dessen Klang und Leistungen aus meiner Sicht tadellos sind, vermutete ich die von mir empfundene „klangbeinträchtigung“ beim OPA134.

  • Die klangliche „Alternative“

Gesagt getan – aus anderen Projekten kenne ich natürlich viele OPAmps und deren Vor- oder Nachteile in unterschiedlichen Konfigurationen und Einsatzgebieten und wollte daher den OP134 gegen einen Analog Devices ADA4637 austauschen.

ADA4637

Technische Specs findet Ihr hier:
http://www.analog.com/en/products/amplifiers/operational-amplifiers/jfet-input-amplifiers/ada4637-1.html
Das Datenblatt findet Ihr hier:
http://www.analog.com/media/en/technical-documentation/data-sheets/ADA4627-1_4637-1.pdf

Niedriger Offset, geringes Rauschen, hohe Bandbreite – passt von den Daten perfekt als Ersatz für den OP134 und übertrifft dessen Parameter in allen relevanten Bereichen. Zu beachten – der ADA4637 ist nur stabil bei Verstärkungsfaktoren über 5 und somit nicht als Spannungsfolger zu gebrauchen.

Das Löten von SMD Bauteilen ist nichts für Löt-Anfänger, daher hier der Ausdrückliche Hinweis: Modifikation Eurer Geräte auf eigene Gefahr !

 

… to be continued 🙂 … in Teil 2 !

 

Beam me up Scotty,

Löti

 

 

LordLoetkolben

Thomas ist aktiver Löter seit 36 Jahren und sieht die Welt in 16 Graustufen (Alternativtheorie: 98/2) 😉
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Autor: LordLoetkolben

Thomas ist aktiver Löter seit 36 Jahren und sieht die Welt in 16 Graustufen (Alternativtheorie: 98/2) ;-)

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