Creality Ender-5 Smoother

Guten Morgen zusammen,

da überlegt man, was man denn so revolutionäres bloggen könnte und kommt auf nichts. Dabei sind es häufig die einfachen Dinge, die wirklich wichtig sind!

Tja, was soll ich sagen. Es hat ein Creality Ender-5 in unsere Werkstatt gefunden! Dazu gibt es jetzt wirklich mehr als genug Testberichte und Anleitungen – also halten wir uns damit mal nicht auf. 😉

Uns soll es heute um die Installation der Smoother für den Ender-5 gehen:

Lieferumfang Smoother

Was sind Smoother und wofür brauche ich diese?

Smoother werden zwischen die Mainboard eures 3D-Druckers und den Schrittmotoren der X-Achse und Y-Achse geklemmt. Im einen oder anderen Fall kann es sinnvoll sein, Smoother auch für die Z-Achse und den Schrittmotor für die Filamentzufuhr des Extruder zu verbauen. So viel sei vorweg genommen: Ich habe alle Schrittmotoren mit Smoothern versorgt. Negativ hat es sich in jedem Fall nicht ausgewirkt.

Smoother entfernen ungewollte Druckmuster (sog. seismische Linien) in der sichtbaren Oberfläche eures 3D-Drucks. Hintergrund sind die in der Regel verbauten 24V Motortreiber auf den Mainboards mancher Druckerhersteller. Nicht jeder Drucker kann von Smoothern profitieren – der Ender-5 in der „vanilla“ Variante aber in jedem Fall.

Wem das nicht all zusehr stört und seine Modelle ohnehin glättet oder wem es nicht unbedingt auf ein 110%ig akkurates Druckergebnis ankommt, kann also darauf verzichten. Aber offen gestanden: für den Preis und Aufwand in der Installation, ein Snack der nicht schmerzt.

Welche, woher und was kann ich erwarten?

Diese hier habe ich über Amazon für knapp 16€ erworben. Es gibt eine ziemlich große Auswahl an Smoothern, ich habe mich dann letztlich für diese entschieden, da das Board-Design einer Variante entsprach, die laut Forenberichten keine Invertierungen von Achsen erzeugen und eine gute Qualität haben sollen.

Lieferung kam noch am selben Tag und – tataaa – es ist alles dabei, was man benötigt:

  • 4x TL-Smoother
  • 4x 4pol. Verbindungskabel
  • 4x Schrumpfschläuche zur Isolation der Module bei Installation

Einzig es fehlt ein doppelseitiges Klebeband. Allerdings ist dieses mit den Schrumpfschläuchen auch nicht wirklich unbedingt notwendig. Wer es allerdings gerne etwas aufgeräumt mag, dem empfehle ich eines zu verwenden. Mehr dazu gleich in den Bildern zur Installation.

Wie werden die Smoother installiert?

Schritt 1: Öffnet die Unterseite des Metallgehäuses welches auf dem Boden des Druckers montiert ist. Benutzt dazu den beim Drucker beigelegten Sechskantschlüssel. Vorsicht,ein kleiner Lüfter ist mit dem Mainboard verbunden und muss erst abgesteckt werden, bevor der Metaldeckel komplett entfernt werden kann:

Gehäusedeckel entfernt

Schritt 2: Die Verbindungskabel zu den Schrittmotoren befinden sich auf dem obigen Bild auf der linken Seite des Mainboards. Die Kabel müssen nun entfernt werden. Allerdings sind diese mit einem Tropfen Heißkleber fixiert. Löst den Heißkleber vorsichtig mit einem scharfen kleinen Messer:

Mit Messer Klebetropfen entfernt

Schritt 3: Steckt nun das mitgelieferte Verbindungskabel in den freie Port und steckt diesen in die am Smoother mit „P1“ gekennzeichneten Buchse. Zieht nun einen der beigelegten Schrumpfschläuche über das nur an einer Seite angeschlossene Modul. Danach das Kabel des Schrittmotor mit der „P2“ gekennzeichneten Buchse des Smoothers verbinden. Das macht ihr jetzt mit allen Schrittmotoren eures 3D-Druckers – und fertig!

Ein letzter Tipp: Ich habe die Schrumpfschläuche oberhalb der TMC’s aufgeschnitten, dass die Abwärme der Bauteile besser durch den Lüfter abgeführt werden kann. Im Anschluss habe ich die Smoother mit doppelseitigem Klebeband an das Gehäuse geklebt. Hier das finale Bild der Installation:

Fertige Montage

Und ansonsten – viele Späße noch!

swarkn

pinterest

NodeMCU gecheckt ✔ (Teil 1)

Hallo zusammen, bzw. liebe NodeMCU Freunde! 😉

ja – es wird mal wieder Zeit! Und als erstes Hands-on in diesem schon fortgeschrittenen Jahr habe ich uns die NodeMCU gecheckt! Ich werde den gesamten Beitrag tatsächlich auf zwei Beiträge aufteilen, damit wir noch übersichtlich bleiben. Viel Spaß!

Was ist die NodeMCU eigentlich?

In kurzen Worten – ein Kleinstrechner für den IoT Einsatz mit integriertem WLAN, Speicher und diversen Schnittstellen, welcher über USB oder einer 3V Versorgung gespeist wird.

Um genauer zu sein – die NodeMCU ist ein Development-Board des NodeMCU-Team für das ESB-12  Modul der chinesischen Firma Ai-Thinker. Das ESB-12 Modul selbst basiert auf dem ESP8266 SOC, welchen die Firma espressif aus Shanghai herstellt.

Das Development-Board (auch DevKit genannt) wird OpenSource entwickelt. Alle relevanten Informationen dazu findet ihr im entsprechenden GitHub repository.

Damit ist auch klar – es gibt mehr als nur einem Hersteller für ein DevKit in der letzten Spezifikation 1.0 (bei Veröffentlichung des Artikels). Das Board kann über alle üblichen Internethändler und China-Warenhäuser geordert werden. Hier die Vorder- und Rückseite meines Boards:

NodeMCU oben
NodeMCU oben
NodeMCU unten
NodeMCU unten

Das ESB-12 Modul gibt es in drei unterschiedlichen Varianten:

ESP-12EESP-12FESP-12S
Package: SMD-22Package: SMD-22Package: SMD-16
Für „Secondary Development“Certification: FCC, CECertification: FCC, CE
Product Specs.Product Specs.Product Specs.

Das Modul auf Basis des ESP8266 wird in zwei weiteren Varianten mit Untervarianten produziert (ESP-01 & ESP-07) auf die ich hier nicht näher eingehen will. Ein gemeinsames Handbuch zu allen Versionen findet ihr hier.

Das von mir gekaufte Development-Board wurde von der Firma WeMos produziert und nennt sich „WeMos LoLin NodeMCU v3“ und hat einen ESP-12E verbaut. Obwohl es das Modul auf dem Markt noch in rauen Massen zu kaufen gibt, stellt WeMos bereits jetzt nach Einführung 2016 keine Informationen mehr auf seiner Homepage zur Verfügung. Macht aber nichts – ist ja ohnehin nach offenem Design. 🙂

Die Kosten von knapp 3€ inkl. Lieferung aus China erklären das Modul in der Anschaffung für schmerzfrei. daumenhoch

Ein Breakout Board für das DevKit des Moduls eines SOC?

So sieht es aus. Zusätzlich habe ich mir noch ein Breakout Board für die NodeMCU gekauft:

Die Sinnhaftigkeit des Breakout Boards ergibt sich wie folgt:

  • Es lassen sich Stromquellen zwischen 6V und 24V anschließen
  • Für Entwicklungsarbeiten bestens durch Steckkontakte ausgerüstet
  • Es stehen mehr als nur die normalen 3V zur Verfügung (wichtig für bestimmte Sensoren)

Also: daumenhoch. Hier noch eine kleine Galerie mit Messwerten der einzelnen Pins unter unterschiedlichen Betriebszuständen und Spannungsversorgungen (Ext., USB):

Das soll es für das erste gewesen sein. Hoffe es hat euch gefallen. Im nächsten Teil möchte ich mich für euch mit den Entwicklungsmöglichkeiten auseinandersetzen und die grundsätzlichen Einsatzmöglichkeiten beleuchten.

Bis dahin – haut rein!

Viele Grüße,
-swarkn

pinterest