AMD FX9590 Overclocking

Hallo zusammen,

vor einiger Zeit habe ich kurz darüber berichtet, dass ich mir einen neuen PC in Einzelteilen angeschafft habe. Dabei hatte ich erwähnt, dass ich meine Overclocking Ergebnisse und System Settings gerne mit euch teilen wollen würde. Was soll ich sagen – Hatte ich ja schon fast vergessen!

Mea Culpa. 🙂 Entschuldigt bitte, hole ich hiermit nach.

Mein System läuft ohne große Anstrengungen stabil auf 5.1 GHz pro Core. Der verwendete DDR3 Speicher im Single-Channel Modus auf 2400 MHz. Grundsätzlich lässt sich mit dem verwendeten Board von ASRock (das 990FX Extreme9) der Speicher trotz OC im Dual-Channel Modus betreiben, allerdings muss der Speicher dazu mit höheren Latenzen betrieben werden. Dazu später aber mehr.

Konservatives Overclocking – kein Risiko für das System!

Achtung – Achtung! Ich übernehme natürlich keinerlei Haftung für entstandene Schäden aus dem Overclocking nach meinem Setting. Es mag gut sein, dass die beschriebene Vorgehensweise nur bei mir stabil funktioniert!

Corsair LINK ScreenshotBevor ihr beginnt mein Setting nachzuvollziehen, solltet ihr dringend für ausreichend Kühlung sorgen. In meinem Fall habe ich der FX9590 einen Liquid Cooler von Corsair (den H80iGT) spendiert. Wichtig dabei ist, das ihr die Link-Software installiert und die Pumpe mit dem internen USB-Port verbunden wird. Ansonsten funktioniert eure Temperatursteuerung bei hohen Leistungsabfragen nicht optimal und euer System wird instabil. Nach meiner Erfahrung tut es das Standard-Lüfterprofil „Ausgewogen“.

Wie erwähnt, solltet ihr nun euren Speicher in den Single-Channel Modus versetzen. Dazu müsst ihr eure Speicher-Riegel zusammen auf einen Channel (also nebeneinander auf A1 und A2) stecken. Sobald das getan ist, das System anschalten und das BIOS starten.

Folgendes Vorgehen:

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  1. Die erste Einstellung die zu tätigen ist, ist im UEFI BIOS unter „OC Tweaker“ den „OC Mode“ auf „Manual“ zu stellen.
  2. Die Einstellung „AMD Turbo Core Technology“ muss deaktiviert werden
  3. Den „CPU Frequency Multiplier“ auf „x25.5 5100 MHz“ setzen
  4. Die CPU Voltage auf „1.4750V“ setzen
  5. Die CPU NB Voltage auf „1.4000V“ setzen
  6. Und zum Schluss die Load Line Calibration auf 25% konfigurieren. (meine Recherchen haben ergeben, dass ASRock die LLC Steuerung offenbar genau verkehrt herum zu ASUS steuert. Lest euch die OC Tutorials zu eurem spezifischen Board durch!)

Fertig ist das Basis-Overclocking. Ein wenig konservativ, klappt dafür aber sicher. *daumenhoch*

AMD OverdriveVielleicht als kleine Hintergrund-Info: Nicht jede CPU verhält sich im Voltage Setting tatsächlich gleich. Die richtige Voltage lässt sich berechnen, indem ihr zu erst versucht, die niedrigste Voltage beim Basis-Takt des Prozessors herauszufinden. Sobald ihr den wisst, addiert ihr zur Voltage 0.025 V pro 100 MHz Übertaktung hinzu. Somit liegt meine niedrigste stabile Voltage bei 1.375 V bei 4.7 GHz. Im Forum von Overclock.net findet ihr einen super Beitrag dazu.

[Dual-Channel Modus und OC. Wie Loeti sagen würde: „This place has been intentionally left blank and will be filled later“]

Ich hoffe der kleine Exkurs hat euch gefallen. Der beschriebene Rechner ist zwar kein „High-End-New-Generation-Hot-Shit-System“, kann sich aber durchaus sehen lassen. Und das zu einem echt akzeptablen Preis. 🙂

Bis dahin,

swarkn

 

 

 

swarkn

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Stefans Schwerpunkte liegen im Umfeld von Betriebssystemen, serverbasierten Diensten und im weitesten Sinne in allgemeiner technischer Infrastruktur. Tagsüber mit strategischen IT-Themen beschäftigt, tackert er Nachts doch mal gerne ins schwarze Loch.
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Autor: swarkn

Stefans Schwerpunkte liegen im Umfeld von Betriebssystemen, serverbasierten Diensten und im weitesten Sinne in allgemeiner technischer Infrastruktur. Tagsüber mit strategischen IT-Themen beschäftigt, tackert er Nachts doch mal gerne ins schwarze Loch.

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