RC Fahrtregler – Umbau von Tamiya Akkustecker auf Deans (T-Stecker)

LordLoetkolben

Thomas ist aktiver Löter seit 36 Jahren und sieht die Welt in 16 Graustufen (Alternativtheorie: 98/2) ;-)

Hallo Zusammen,

hier mal ein ganz kurzes Wochenendprojekt. Ein Freund gab mir seinen Fahrtregler mit der Bitte, den „schlechten“ Tamiya Stecker gegen einen T-Stecker auszutauschen.

Warum „schlechter“ Tamiya Stecker? Nun – dieser Stecker weist einen relativ hohen Übergangswiderstand auf, erwärmt sich bei höhen Strömen recht stark und verbrät damit wertvolle Energie, die wir lieber im Motor nutzen würden. 😉

Im Hobby RC-Car Bereich hat sich der T-Stecker mit niedrigen Verlusten etabliert ( im semi-professionellen Bereich gibt es auch noch 4mm Büschelstecker für Hardcase Akkus)

Was wir für dieses Projekt benötigen:
1) Seitenschneider
2) Rot/Schwarzer Schrumpfschlauch je ca 2cm3) Lötkolben (25-50 Watt)
4) Lötzinn (ich bevorzuge für private Basteleien das gute mit Blei – S-Sn62Pb36Ag2 )
5) Feuerzeug (zum Erhitzen des Schrumpfschlauchs)
6) eine ruhige Hand 🙂

 

Wie sieht der Regler im Original denn nun aus:20150524_121643[1]
Man erkennt den weißen Tamiya Akkustecker (an den rot/schwarzen Kabeln) recht gut – daneben liegt der gewünschte T-Stecker.

 

Auf dem T-Stecker ist die Polarität gekennzeichnet (+) – sollte das bei Euren Steckern nicht der Fall sein – (+) ist Vertikal (-) ist Horizontal20150524_121839_Richtone(HDR)[1]

 

Zuerst bereiten wir zwei Stücke Schrumpfschlauch vor
(Durchmesser je nach Kabel – hier 4,5 mm), Länge ca 2 cm20150524_122602[1]

 

Als Nächstes, schneiden wir den Tamiya Stecker mit dem Seitenschneider ab20150524_122645[1]

 

Jetzt schieben wir die zwei Schrumpfschläuche auf die abgeschnittenen Kabel !
20150524_124856[1]

 

Nun werden die Kabelenden mit dem Seitenschneider vorsichtig abisoliert 20150524_122802[1]

 

Jetzt werden die Kabelenden und der T-Stecker verzinnt 20150524_123208[1]

 

Nun werden die Kabel an den T-Stecker angelötet
(Achtung – kontrolliert die Polarität! Das Rote Kabel muss an + )

20150524_125302[1]
Die Lötstellen müssen (zumindest bei Bleihaltigem Lot) glänzen! Spart nicht an Lötzinn – durch den Kontakt fließen (je nach Motor/Regler) ganz ordentliche Ströme, also muss die Lötstelle so verlustfrei wie möglich sein. Schlechte Lötstellen haben einen hohen Innenwiderstand, erhitzen sich also bei Stromfluss und können im schlimmsten Fall dazu führen, dass sich ein Kabel durch die Hitze wieder löst.

Jetzt werden die Schrumpfschläuche über die Lötstellen geschoben
20150524_125340[1]

Und mit dem Feuerzeug, vorsichtig von allen Seiten gleichmäßig erhitzt, bis sie komplett anliegen (der Schlauch schrumpft bis auf den Durchmesser der Kabel/Kontakte)
20150524_125443[1]

 

ET VOILA
20150524_125624[1]
(P.S.: Die Motorstecker kann man natürlich auch entfernen und durch bessere Stecker ersetzen bzw. diekt an den Motor löten!)

Zeitaufwand ca. 10-15 Minuten (wenn man nicht nebenbei bloggt) 😉

Na dann – viel Spaß bei Eurem nächsten RC-Car Projekt !

24.05.2015,
Löti

 

 

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SMD USB-Buchse neu anlöten

swarkn

swarkn

Stefans Schwerpunkte liegen im Umfeld von Betriebssystemen, serverbasierten Diensten und im weitesten Sinne in allgemeiner technischer Infrastruktur. Tagsüber mit strategischen IT-Themen beschäftigt, tackert er Nachts doch mal gerne ins schwarze Loch.
swarkn

Hallo zusammen,

Ein Freund hatte mir vor Kurzem eine externe 2.5″ Festplatte in die Hand gedrückt. Seine genauen Worte waren: „Du kannst doch löten, oder?“

Die USB-Buchse hatte sich von der Platine gelöst. Genauer gesagt sind die Lötstellen durch das viele ein und aus stecken des USB-Kabels komplett gebrochen:

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Entweder war der Bruch schon eine ganze Weile her, oder das verwendete Lötzinn war von minderwertiger Qualität. Alle Kontakte der Buchse waren mit einer dicken Oxid-Schicht bedeckt. Diese musste erst einmal entfernt werden. Dremel mit Kunststoff-Bürste haben den Job erledigt:

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Das überflüssige alte Lötzinn haben wir mit einer breiten Lötspitze und einer Entlötlize entfernt. Die Kunst dabei ist, ziemlich schnell zu sein. Sonst benötigt man mehr als zwei Hände. Wie in meinem Fall *lach*. Wenn das Lötzinn schon älter ist, macht es unter Umständen Sinn, Flußmittel zu verwenden.

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Zuerst hatten wir die Haltepins fixiert. Das klappt immer noch gut mit einer breiten Lötspitze. Wichtig ist, durch die Lupe die Position der Pins im Auge zu behalten. Bei den Pins selbst sind wir dann auf eine sehr feine Lötspitze und ein 0.4er Lötzinn gewechselt. Die Pins kurz angetippt und fertig. Vorsicht: bei zu großer Hitze und zu zögerlichen Vorgehen kann sich die Kontaktstelle auch von der Platine lösen!

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Kurze Probe nur mit Festplatte und Platine: Alles perfekt. Job erledigt. *daumenhoch*!

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Ich hoffe der kleine Lötbericht hat euch soweit gefallen. 🙂

Viele Grüße,
swarkn

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